Rheinen

DAS Dorf

21. Dezember 2014
von Doris Mikus
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Adventkalender” — 21.12.14

Leuchte uns, Stern!

Ein­mal stand ein Stern über einem Stalle — lange ist das her, und wir alle, alle,

alle bit­ten wir: Leuchte uns, Stern! Leuchte, wenn auch nur aus weiter Fern!

Ist der helle Stern auch für uns ver­schwun­den — alle hof­fen wir, dass in dun­klen Stunden,

wenn von irgendwo kommt uns ein Licht, eine Stimme spricht:

Fürchtet euch nicht!

Hans Bau­mann

20. Dezember 2014
von Doris Mikus
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Adventkalender” — 20.12.14

Cremetrüf­fel

Zutaten für ca. 60 Stück:

3 Eigelb, 150 g Pud­erzucker, 2 P. Vanillezucker, 225 g But­ter, 300 g Vollmilchku­vertüre, geraspelte Schoko­lade zum Verzieren

Eigelb, Puder– und Vanillezucker schau­mig rühren. But­ter cremig rühren und unterziehen. Kuvertüre hacken und über heißem Wasser­bad schmelzen, etwas abkühlen lassen. Lauwarme Kuvertüre unter die Butter-Zucker-Creme rühren. Etwas fest wer­den lassen. Die Masse in einen Spritzbeu­tel mit Stern­tülle füllen und kleine Roset­ten in Pra­li­nen­förm­chen spritzen. Mit etwas geraspel­ter Schoko­lade bestreuen. Kalt stellen.

Achtung: Müssen rasch (2 — 3 Tage) verzehrt wer­den. (rohes Ei!)

19. Dezember 2014
von Doris Mikus
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Adventkalender” — 19.12.14

Irischer Segensspruch:

Diese Dinge wün­sche ich  von Herzen:

Jeman­den, den du liebst, Arbeit, die du tun kannst, ein wenig Sonne, ein wenig Lachen und einen Schutzen­gel, der immer in deiner Nähe ist.

14. Dezember 2014
von Doris Mikus
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Adventkalender” — 15.12.14

wei­h­nachtlicher Apfelpunsch

Zutaten: 1 Liter Weißwein, 1/2  Liter Apfel­saft, 8 cl Cal­va­dos, 2 Stan­gen Zimt, 2 Äpfel

Die Äpfel in kleine Stücke schnei­den und im Apfel­saft weich kochen. Wein, Cal­va­dos und Zimt­stan­gen hinzufü­gen. Kurz aufkochen lassen. Fertig!

Ein Tipp des Rezept­ge­bers: Schmeckt aufgewärmt noch besser, denn dann ist alles schön durchgezogen.

Mein Tipp: geht auch ohne Alkohol!!

14. Dezember 2014
von Doris Mikus
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Adventkalender” — 14.12.14

Einen besinnlichen  3. Advent

Flüster­pro­pa­ganda

Achtung, jetzt geht’s gle­ich wieder rund!”, rief einer der Heili­gen Drei Könige, als er die Hand mit dem bren­nen­den Stre­ich­holz auf sich zukom­men sah. Er hat — zusam­men mit seinen bei­den Kol­le­gen, einem Diener und einem voll bepack­ten Kamel, mit einem Hirten und ein paar Schafen — seinen fes­ten Platz auf der Drehscheibe einer Weihnachtspyramide.

Seit Tagen kom­men wir aus dem Rotieren nicht mehr her­aus”, brummte der alte Hirte, als die Kerzen angezün­det waren und sich die ganze Mannschaft langsam in Bewe­gung setzte.

Immer der­selbe Trott! Wie hal­tet ihr das bloß aus?”     “Ich ver­suche”, erwiderte der König, “mit den Men­schen, die uns zuschauen, ins Gespräch zu kom­men. Wenn ich ent­decke, dass einer still und nach­den­klich wird, dann flüstere ich ihm zu ‘Schau mal, wir haben unsere Mitte gefun­den. Alles dreht sich um die Krippe und das Kind, um Jesus, die Men­schen­fre­undlichkeit Gottes in Per­son. Lass deine Gedanken doch auch ein­mal um ihn kreisen! Mach den Men­schen, der so war, wie Gott sich den wahren Men­schen vorstellt, doch auch zum Dreh– und Angelpunkt deines Lebens!”

die Fahrt war schon ziem­lich ras­ant gewor­den, da ergriff der zweite König das Wort: “Auch ich habe mir etwas vorgenom­men für die kurze Zeit im Jahr, in der wir die Men­schen mit unserer ‘Anwe­sen­heit erfreuen. Wenn einer aufmerk­sam ist, dann kann er mich bei jeder Runde sagen hören:

Sieh her, wie wir in Schwung gekom­men sind! Lass dich doch auch durch die Freude dieser Tage in Bewe­gung brin­gen! Spring über den Schat­ten deiner Sturheit, geh aus dir her­aus und offen auf andere zu’! Ver­giss wenig­stens für ein paar Stun­den das Fest­ge­fahrene in deinem Leben!“‘

Der dritte König meinte: “Wenn jemand fasziniert ist von der unsicht­baren Kraft, die uns antreibt, dann sage ich ihm ganz leise: ‘Schau, es braucht nur ein biss­chen Licht und ein wenig Wärme — und schon wird es bei uns lebendig. Unser Zug setzt sich in Gang, und die großen Flügel über uns zaubern die schön­sten Schat­ten­spiele an die Zim­merdecke. Ein biss­chen Licht und Wärme, eine Atmo­sphäre der Ehrlichkeit und Her­zlichkeit — das kön­nte auch bei euch einiges bewegen!“‘

Was diese drei bloß für Ideen haben”, dachte der brum­mige, alte Hirte bei sich. Aber es blieb ihm gar nichts anderes übrig, als sich ihnen anzuschließen und sich von ihrem Schwung mitreißen zu lassen.

Wolf­gang Raible (Geschichten der Freude von Wolf­gang Riewe)

13. Dezember 2014
von Doris Mikus
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Adventkalender” — 13.12.14

Gottes Engel

Engel haben keine Flügel, es sind Men­schen wie du und ich,

aber sie haben in ihren Herzen Näch­sten­liebe; für dich und mich.

Manch­mal tra­gen sie grüne Kit­tel, helfen Trau­ri­gen in der Not,

haben für jeden helfende Hände, brechen Kranken das tägliche Brot.

Manch­mal schenken sie in Bahn­hof­shallen war­men Tee den Frieren­den der Nacht,

manch­mal geben sie Obdachlosen eine warme Mahlzeit und ein festes Dach.

Manch­mal brin­gen sie trau­ri­gen See­len aus ihren Gärten einen Blumenstrauß,

manch­mal trock­nen sie Kindertränen.

Sie sind willkom­men in jedem Haus.

Manch­mal kann es sein, dass aus ihrer Welt

DIR ein Funken Liebe in die Seele fällt.

Ilse Ble­ich­hold

Adventkalender” — 12.12.14

12. Dezember 2014 von Doris Mikus | Keine Kommentare

Wie die Maus in große Ver­legen­heit kam

Die Tiere im Stall bemerk­ten rasch, dass dem Kind in der Krippe vieles fehlte. Ochs und Esel kon­nten da weiter nichts tun, weil sie da bleiben mussten, um das Kind zu wär­men. Doch die Vögel im Dachge­bälk und auch ein Igel machten sich voll Eifer auf den Weg. “Nicht ein­mal das Nötig­ste hat dieses Kind”, sagte ein Tier dem anderen weiter. Da raubte der Wolf einem Hirten ein Schaf­fell, der Fuchs eine Gans, und auch beim Sper­ber gab es kein Hal­ten: Er stieß auf eine Taube herab und brachte sie zur Krippe. Der Ham­ster kam mit vollen Back­en­taschen. Er packte umständlich aus. Das Eich­hörnchen schleppte Bucheck­ern an, und der Nusshäher gab sich beson­dere Mühe: Er hatte eine Hasel­nuss so gek­nackt, dass eine Schalen­hälfte am Kern blieb. Dazu meinte der Ham­ster: “Was heißt hier vornehm — Haupt­sache viel!”

So trug jeder etwas bei, um die Not zu lin­dern. Nur der Mäusin ging es daneben. Dabei hatte sie alles gebracht, was sie hatte: ein Korn. Und ihr Mit­bringsel lag auch schon neben den Gaben des Ham­sters — da merkte sie, dass es sich nicht länger mit ihr auf­schieben ließ. Aufgeregt fing sie an, etwas Weiches zu suchen. Zu Hause hatte sie das Nest längst bere­itet. Aber nun fand sie nichts, das geeignet für ein Mäusen­est war. Das Schaf­fell roch nach dem Wolf und war auch viel zu groß. Sie ran­nte umher und ent­deckte schließlich, dass eine von den drei Königskro­nen in einen dun­klen Winkel gerollt war. Der Ham­ster war beim Aus­packen daran gestoßen. Und das Rote in der Krone war warm und voll Fal­ten. So leise, dass nie­mand etwas bemerkte, machte sich die Mäusin darin mausig.

Wenig später kam alles auf. Die Mäusin hatte nicht genug Milch, um den Hunger ihrer Kinder zu stillen, und als das Piepsen kein Ende nahm, holte sie sich das Korn. Dem Ham­ster, der auf alles ein Auge warf, ent­ging es nicht. Kaum war die Maus mit dem Korn in ihrem Winkel, sagte er mit dem tief­sten ihm möglichen Ton: “Hab einer Worte! Da bringt sie ein lumpiges Korn und schämt sich nicht, es wieder wegzu­holen. Glück­licher­weise haben andere auch etwas gebracht.”

Auf­fäl­lig musterte er den Gaben­hügel der vor ihm lag, und warf dann den übri­gen Blicke zu, damit sie in seine Ver­ach­tung ein­stim­men sollten.

Doch das Eich­hörnchen meinte:“Man kennt doch die Maus! Hat sel­ber nichts und ist doch gekom­men. Warum denn gle­ich Geschrei?”

Als der Ham­ster sich nicht beruhi­gen kon­nte, nahm ihn Maria über­raschend am Ohr und zeigte ihm das Mäusen­est in der Krone.

 

Hans Bau­mann